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Isaiah Hartenstein Signalisiert Großes Interesse An Nationalmannschafts-Rückkehr Im Sommer Und Darüber Hinaus

by Len Werle
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NBA Champion Isaiah Hartenstein könnte für Deutschland bald mehr sein als nur eine seit Jahren diskutierte Option. Während eines internationalen Mediencalls vor Beginn der NBA-Playoffs sagte der Big Man der Oklahoma City Thunder, die Chancen auf ein Engagement im Nationalteam seien „hoch“. Zugleich machte er deutlich, dass bereits Gespräche mit Bundestrainer Álex Mumbrú stattgefunden haben und er beim nächsten Qualifikationsfenster im August gerne dabei wäre.

„Ich habe bereits mit dem Trainer der deutschen Nationalmannschaft gesprochen. Ich werde beim Qualifikationsspiel dabei sein, falls es im August stattfindet, denke ich. Selbst wenn ich nur spiele oder einfach nur dabei bin, ist es in meiner jetzigen Situation sehr wichtig, mehr Zeit mit der Mannschaft zu verbringen und die Chemie im Team zu verbessern.“

Hartenstein hat seit 2018 kein Spiel mehr für die deutsche A-Nationalmannschaft bestritten, in der Vergangenheit aber mehrfach betont, dass er gerne zurückkehren würde.

Das ist für beide Seiten relevant. Deutschland gehört nach seinem Aufstieg in den vergangenen Jahren inzwischen zu den stärksten Teams im internationalen Basketball. Hartenstein wiederum ist längst nicht mehr nur ein NBA-Profi, der erst noch seinen Platz in der Liga finden muss. Er ist inzwischen ein etablierter Big Man in einem Thunder-Team, das als amtierender Champion mit klaren Titelambitionen in die Playoffs geht – und genau darin liegt auch der Kern seiner Erklärung. Hartenstein sagte, dass ihn früher Verletzungen und die fehlende Erlaubnis seiner NBA-Teams daran gehindert hätten, für Deutschland aufzulaufen. Zugleich sei es für ihn immer entscheidend gewesen, sich zunächst in der NBA zu etablieren und für seine Familie eine stabile Grundlage zu schaffen.

„Früher gab es einige Schwierigkeiten mit Verletzungen oder Teams, die mich in meiner Jugend nicht spielen ließen. Mir war es immer sehr wichtig, mich in der NBA zu etablieren. Das war schon immer mein Traum, seit ich aufgewachsen bin, und außerdem wollte ich für meine Familie sorgen und eine gewisse Sicherheit haben. Und jetzt ist einfach der perfekte Zeitpunkt.“

Hartenstein beschreibt seine Zurückhaltung gegenüber dem Nationalteam also nicht als fehlendes Interesse. Vielmehr ging es um den richtigen Zeitpunkt. Zuerst musste die NBA-Karriere abgesichert werden, dann die eigene Rolle in der Liga, dann die persönliche Stabilität. Erst jetzt, nach Jahren harter Aufbauarbeit, scheint der Moment gekommen zu sein, in dem die Nationalmannschaft nicht mehr mit Kompromissen verbunden ist. 

Aus deutscher Sicht liegt der Reiz auf der Hand. Hartenstein bringt Größe, Defense, Touch, Rebounding und starkes Passspiel mit und würde der Diskussion um die Zukunft auf den großen Positionen zusätzliche Substanz verleihen. Und auch von seiner Seite wirkt das Interesse klar erkennbar. Er sprach nicht nur davon, möglicherweise zu spielen, sondern betonte auch, wie wichtig es sei, einfach öfter bei der Mannschaft zu sein, Chemie aufzubauen und stärker Teil des Gefüges zu werden. Das klingt nicht nach einem kurzen Gastspiel, sondern nach echtem Interesse an einer größeren Rolle.

Offiziell ist noch nichts. Gerade im internationalen Basketball hängen Sommerzusagen immer auch von Timing, Gesundheit und der Situation im Klub ab. Aber die Bedeutung von Hartensteins Aussage liegt gerade darin, wie wenig Spielraum für Zweifel sie lässt. Jahrelang wirkte seine Zukunft im deutschen Nationalteam eher theoretisch. Jetzt scheint sie zum ersten Mal seit Langem greifbar.

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