Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie konnten die Oklahoma City Thunder in Cleveland einen knappen 117:112-Sieg einfahren. Der zweifache MVP war mit seinen 43 Punkten daran nicht ganz unschuldig.
Shai Gilgeous-Alexander hatte „that look in his eyes“, wie es Thunder-Headcoach Mark Daigneault nach der Partie in Cleveland ausdrückte. Einen bestimmten Ausdruck also, den der amtierende Back-to-Back-MVP nach außen trug – und der ihn wiederum am Ende zu 43 Punkten trug. Dass gegnerische Defenses keine passenden Antworten auf den 28-Jährigen parat haben, ist nichts Neues. Gerade in den entscheidenden Phasen dieses Duells im dritten und vierten Viertel, nutzen die Gäste das gnadenlos zu ihrem Vorteil. Mal um Mal fand der Ball seinen Weg in die Hände von SGA, Mal um Mal gingen seine Kollegen schleunigst aus dem Weg und ließen ihren Anführer gewähren.
SHAI GILGEOUS-ALEXANDER É UM ABSURDO!!!
#NBAnaESPN #AgoraNaNBA #HLNBA https://t.co/Dj0jUJGeit
— NBA Brasil (@NBABrasil) November 3, 2026
35-mal warf der Kanadier auf den Korb – und stellte damit seinen Karrierehöchstwert ein. Ein effizienter Abend war es diesmal also nicht wirklich. Ein erfolgreicher dennoch allemal. „Nach der letzten Woche habe ich persönlich eine andere Energie gebraucht. Es ist viel passiert, es war sehr emotional. Mein Kopf war nicht da, wo er sein musste. Heute war er das“, sagte SGA selbst nach dem Spiel. Nach den schweren Verletzungen von Jalen Williams, Chet Holmgren und Cason Wallace und ohne die Dienste von Alex Caruso mussten die Thunder bei diesem Sieg in Cleveland einmal mehr beweisen, dass sie sich auf ihren tiefen Kader verlassen können.
Auch Isaiah Hartenstein machte genau das als Schlüssen zum Erfolg aus: „Gerade die jungen Spieler – Bennet (Stirtz), Micah (Peavy), Aday (Mara). Die Jungs waren bereit und hatten einen großen Einfluss auf unser Spiel“, lobte der deutsche Nationalspieler seine jüngeren Kollegen.
Lange müssen die Cavaliers, die nach vier Siegen aus den vergangenen fünf Spielen nun einen Rückschlag hinnehmen mussten, nicht auf eine Revanche warten. Bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag treffen die beiden Teams erneut aufeinander, diesmal in Oklahoma City. „Das ist eine gute Vorbereitung auf die Playoffs“, freute sich Hartenstein bereits auf die zweite Hälfte des „Back-to-Backs“.
