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Getrennt Und Doch Vereint

by Lorenzo Ligresti
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Nach fünf gemeinsamen Jahren in Orlando trennten sich die Wege von Moritz und Franz Wagner in diesem Sommer. Die Brüder starteten mit ihren jeweiligen Herausforderungen in die neue Saison – und treffen schon bald erstmals als Gegner in der NBA aufeinander.

Am 20. November ist es so weit. Wenn die Orlando Magic bei den Nets in Brooklyn zu Gast sind, werden sich Moritz und Franz Wagner erstmals auf unterschiedlichen Seiten eines NBA-Parkett gegenüberstehen. Bis dahin haben die beiden Brüder mit ihren jeweiligen Arbeitgebern allerdings noch einiges zu tun: Sowohl die Magic als auch die Nets bleiben bislang hinter den Erwartungen zurück.

Brooklyn wurde vor Saisonstart zwar von den meisten Experten erneut als eines der schlechtesten Teams der Liga angesehen, der 0:5-Start in die neue Spielzeit ist dennoch etwas enttäuschend. Ja, die Nets bekamen es bereits mit starken East-Konkurrenten zu tun: Charlotte, Cleveland, Indiana, Boston und Detroit. Außerdem war bis dato natürlich nicht alles enttäuschend. In Cleveland verlor man nur knapp und den Thriller bei den Celticsmusste Jayson Tatum mit 40 Punkten und einem Game-Winner entscheiden. Sowas passiert nun einmal in der besten Liga der Welt.

Dennoch hatte man sich durchaus mehr vom kleinen Bruder aus dem Big Apple erwarten dürfen. Schließlich werden die Nets von Michael Porter Jr. und Neuzugang Julius Randle angeführt, zwei mehr als kompetente NBA-Spieler. Wie dem auch sei, immerhin ist Moritz Wagner auf einer individuellen Ebene gut in die neue Saison gestartet. Erwartungsgemäß spielt der 29-Jährige hinter Day’Ron Sharpe die zweite Geige in der Center-Rotation der Nets. 11,4 Punkte pro Abend gelingen ihm bislang. Hält er diesen Schnitt über die gesamte Saison hinweg, wäre es der zweitbeste Wert seiner Karriere – nach der Saison 2024/25, in der er in 30 Spielen durchschnittlich 12,9 Zähler auflegte.

Auch für Moes kleinen Bruder hätte der Saisonstart deutlich schlechter verlaufen können – auch wenn die Magic einmal mehr mit vielen Problemen zu kämpfen haben. Unter dem neuen Headcoach Sean Sweeney musste man sich in drei der ersten fünf Partien geschlagen geben – inklusive deutlicher Klatschen gegen die Timberwolves und Raptors. Außerdem fegt einmal mehr eine Welle von Verletzungspech über Orlando hinweg: Sowohl Paolo Banchero als auch Jalen Suggs fallen aktuell mal wieder aus.

Für Franz Wagner vielleicht sogar eine Chance? Zumindest bei der Revanche gegen Toronto, einem 121:114-Erfolg im hohen Nord in der ersten NBA-Cup-Nacht, hatte man diesen Eindruck. Mit 26 Punkten und elf Assists überragte Franz und führte die Magic zusammen mit Desmond Bane, dem 28 Zähler gelangen, zum zweiten Saisonsieg. Insgesamt gelingen dem 25-Jährigen bislang aufgerundet 21 Punkte, sieben Rebounds und sieben Vorlagen – obwohl der Dreier noch überhaupt nicht fallen möchte (18,5%).

In der deutschen NBA-Bubble verfolgen wir das Schicksal der beiden Berliner Jungs natürlich mit einem besonderen Interesse. Dementsprechend gilt in den nächsten Wochen das gleiche für die Orlando Magic, die ja ganz nebenbei mit Tristan da Silva noch einen weiteren DBB-Star in ihren Reihen haben, und die Brooklyn Nets. Der 20. November sollte in unser aller Kalender besonders dick angestrichen sein. Das direkte Duell von Moritz und Franz dürfte ein großer Tag für die Familie Wagner und den deutschen Basketball werden.

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