Home » 10 Straight!

10 Straight!

Die San Antonio Spurs gewinnen in Toronto ihr zehntes Spiel in Folge. Trotz einer ausbaufähigen Leistung zementieren die Texaner damit ihren Contender-Status einmal mehr.

by Lorenzo Ligresti
0 comment

Spurs-Headcoach Mitch Johnson war nach der Partie nicht allzu zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge:

„Toronto ist ein sehr physisches Team, das dich dafür bestraft, Isolations-Basketball zu spielen. Und wir haben in zu vielen Situationen den Ball nicht laufen lassen. Defensiv hatten wir einige Ausfälle, was die Umsetzung des Gameplans angeht.“

Gleichzeitig lobte der 39-Jährige sein Team aber auch dafür, letztendlich doch noch zu „unserer Art, Basketball zu spielen“ gefunden zu haben.

Am Ende des Tages ist es für San Antonio ein Arbeitssieg, den man gerne mitnimmt. Gegen einen starken Gegner, der es im Laufe des Abends vor allem schaffte, Victor Wembanyama das Leben schwer zu machen. Der Franzose erzielte nur zwölf Punkte bei lediglich 25 Prozent Trefferquote aus dem Feld (3/12) und 16,7 Prozent von jenseits der Dreierlinie (1/6). Defensiv hatte der 22-Jährige seinen gewohnt außerirdischen Einfluss auf die Partie. Fünf Blocks und unzählige durch seine schiere Präsenz verhinderte Abschlüsse halfen dabei, die Raptors immerhin bei 107 Punkten zu halten – drei weniger als man selbst im Moment der Schlusssirene auf dem Konto hatte.

Es ist eine Erkenntnis, die in Oklahoma City, Denver und diversen anderen Playoff-Städten für den ein oder anderen sorgenvollen Blick sorgen dürfte. Die Spurs können hochklassige Duelle auch dann für sich entscheiden, wenn ihr Superstar am offensiven Ende des Parketts einen schwarzen Tag erwischt. Und dass man sich um Wemby keine Sorgen machen sollte, ist allen Beteiligten bewusst. „Mehr Zeit“, antwortete Johnson lächelnd auf die Frage, was der französische Superstar braucht, um solchen Spielen wie das Duell mit den Raptors noch mehr seinen Stempel aufzudrücken.

„Er macht seine Sache sehr gut. Er wird immer mehr Taktiken gegen ihn sehen und lernen, damit umzugehen. Wir wollen, dass er sich weiterhin kontinuierlich verbessert.“

Die zweite Erkenntnis jenes kanadischen Abends: Die Spurs werden im Rennen um die Larry-O’Brien-Trophäe ein ernstzunehmender Faktor sein. Erstmals seit der Saison 2015/16 haben die Texander nur zehn Spiele in Serie gewonnen. Was als eine der größten Überraschungen der laufenden Saison begann, ist inzwischen weitaus mehr als das. Die Spurs sind „for real“, wie man in Neu-Denglisch sagen würde. Die Kontrahenten in der Western Conference werden sich warm anziehen müssen, wenn die Playoffs vor der Tür stehen.

You may also like

About Us

Court is in session. You in?

Feature Posts