Die zuletzt brandheißen Philadelphia 76ers holten sich bei LeBron James‘ „Heimspiel“ in Cleveland eine 95:119-Abkühlung ab. Für das Team von Headcoach Kenny Atkinson war beim Auftakt in den diesjährigen NBA-Cup vor allem die starke Defense entscheidend.
„Defense. Peyton Watson.“ Die Antwort von Cavaliers-Headcoach Kenny Atkinson auf die Frage, was die Hauptgründe für den überzeugenden Heimsieg gegen die Philadelphia 76ers waren, war prägnant und deutlich zugleich. Mit dem ersten Punkt lobte er seine gesamte Mannschaft, die Herangehensweise, mit der man dem bis dato besten Team der Eastern Conference über 48 Minuten hinweg das Leben schwer machte. Danach lobte Atkinson sofort seinen 24-jährigen Neuzugang, der die vergangenen beiden Spiele gegen die Oklahoma City Thunder verletzungsbedingt verpasste, nun aber wieder zurück in der Starting Five war. Watson war der primäre Verteidiger von Tyrese Maxey – und wies den Top-Scorer der Sixers immer wieder in seine Schranken.
Maxey kam am Ende des Abends auf 17 Punkte, traf nur fünf seiner 15 Feldwürfe. Bei Jaylen Brown waren es neun von 19, bei LeBron James drei von zwölf. Und von Joel Embiids neun Versuchen fand sogar kein einziger seinen Weg ins Ziel. Es war ein gebrauchter Abend für die Überflieger aus der Stadt der brüderlichen Liebe, die acht ihrer ersten neun Saisonspiele gewonnen hatten. Und es war eine misslungenes erstes „Heimspiel“ im Sixers-Trikot für James, für den der ohrenbetäubende Jubel des Publikums in Cleveland bei der Verkündung seines Namens durch den Hallensprecher das größte Highlight bleiben sollte.
Auf der anderen Seite wechselte die offensive Last munter zwischen mehreren Schultern hin und her – viele Köche, ein alles andere als verdorbener Brei. Donovan Mitchell (23) und Evan Mobley (22) führten die Scorerliste der Cavs an, doch auch James Harden (17) und Watson (13) traten entsprechend in Erscheinung, ebenso wie Mario Hezonja (15), Thomas Bryant (13) und Meleek Thomas (12) von der Bank. Die Cavaliers zeigten also trotz der Abwesenheit von Jarrett Allen und dem Verlust von Sam Merrill zur Halbzeit eine kollektive Trotzreaktion auf die beiden Niederlagen gegen die Thunder und den generell wechselhaften Saisonstart.
