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Die Kirche Im Big Apple lassen

Niemand, der es mit den New York Knicks hält, sollte nach der Auftaktniederlage gegen die 76ers in Panik verfallen. Wenn es wirklich ums Ganze geht, werden Jalen Brunson und Co. auch in dieser Saison wieder ein ernstzunehmender Gegner sein.

by Lorenzo Ligresti
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An der Erkenntnis, dass die Auftaktniederlage gegen die Philadelphia 76ers im heimischen Madison Square Garden ein gehöriger Dämpfer für die kollektive Euphorie rund um die New York Knicks war, führt kein Weg vorbei. Die Panik unter Spielern und Verantwortlichen im Big Apples dürfte sich dennoch in Grenzen halten. Zu schön waren die Emotionen und zu gut der Basketball, den die Knicks in den Playoffs auf dem Weg zu ihrem ersten Titel seit 53 Jahren Abend für Abend auf das Parkett gezaubert haben.

Acht der letzten zehn Meister gewannen in der Folgesaison weniger Spiele als noch im Championship-Jahr. (Die beiden Ausnahmen sind die Milwaukee Bucks 2022 und die Denver Nuggets 2024.) Sollten die Knicks in dieser Spielzeit also tatsächlich einen leichten Rückschritt machen, was den Output in der regulären Saison angeht, wäre das nicht nur völlig in Ordnung, sondern vermutlich sogar erwartbar. Dass man dennoch nicht allzu sehr an ihrem Leistungsvermögen zweifeln sollte, wenn es dann im April, Mai und Juni um die metaphorische Wurst geht, bewiesen die Schützlinge von Headcoach Mike Brown vor wenigen Monaten eindrucksvoll.

Ja, die Knicks werden sich auch in nächster Zeit bis zu einem gewissen Grad an Siegen und Niederlagen messen lassen müssen. Sie sind schlichtweg nicht auf dem Level der ShaKobe-Lakers oder der Rekord-Warriors – Team, die in der Lage zu sein schienen, von einem Tag auf den anderen den berüchtigten Schalter umzulegen. Zumal solche Teams in der modernen NBA mit all ihrer Qualität an der Spitze vermutlich wesentlich niedrigere Erfolgschancen hätten. Außerdem lässt sich durchaus argumentieren, dass die Knicks durch den Abgang von Mitchell Robinson im Vergleich zur Vorsaison schlechter geworden sind.

Doch letztendlich wird kein Kontrahent in der Eastern Conference Freudensprünge machen, wenn er im Frühjahr in einer Playoff-Serie auf der anderen Seite des Parketts in die Gesichter von Jalen Brunson, Karl-Anthony Towns, OG Anunoby und Co. blickt. Wird es zur zweiten Meisterschaft in Serie reichen? Vermutlich nicht. Es ist kein Zufall, dass wir seit den Golden State Warriors 2018 keinen Repeat mehr gesehen haben. Die Knicks jedoch schon jetzt abzuschreiben, wäre definitiv ein Fehler.

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