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Yanic Konan Niederhäuser Nutzt Seine Chance Bei Den Clippers Und Könnte Nach Der All-Star-Pause Noch Wichtiger Werden

by Len Werle
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Als die Clippers am 5. Februar 2026 Ivica Zubac nach Indiana abgaben, war klar: In der Zone entsteht ein Vakuum. Sportlich, aber auch in Sachen Stabilität. Und plötzlich wirkt die Entwicklung von Rookie-Center Yanic Konan Niederhäuser nicht mehr wie ein nettes Zukunftsprojekt, sondern wie ein Baustein, den Los Angeles schon jetzt braucht.

Niederhäuser ist in seiner ersten NBA-Saison bislang vor allem als Energie-Minuten-Spieler eingesetzt worden. Über 34 Einsätze kommt er auf 3,7 Punkte und 2,3 Rebounds in 9,0 Minuten pro Spiel. Zahlen, die seine Rolle erklären: kurz rein, sofort Impact, keine langen Anlaufzeiten. Und genau hier liegt seine Stärke: Er spielt innerhalb seiner Limits, ist in der Regel schnell im Spiel und wirkt körperlich bereit für NBA-Kontakt.

Sein bislang auffälligstes Statement lieferte er direkt nach der Deadline-Phase: Beim 115:96-Sieg gegen Minnesota am 7. Februar ging er in 17 Minuten perfekt aus dem Feld (5/5 FG) und kam auf 15 Punkte, 6 Rebounds, 2 Assists und 1 Block, ehe er ausfoulte. Diese Line ist sinnbildlich: Er produziert, er schützt den Ring, er ist präsent, aber er lernt noch, wie man NBA-Physis über längere Stints sauber verteidigt, ohne in Foultrouble zu geraten.

Auch abseits der NBA-Minuten hat er zuletzt gezeigt, dass er in größeren Rollen nicht untergeht. Beim Rising-Stars-Event stand er im Fokus und führte sein Team in einem Spiel als Topscorer an; danach sprach er öffentlich darüber, wie sehr er diese Bühne schätzt. Für die Clippers ist das relevant, weil es ein Indiz ist: Wenn die Einsatzzeit steigt, wirkt das nicht wie „zu groß für ihn“, sondern wie eine Skalierung seiner Stärken.

Defensiv kommt Niederhäuser’ Mehrwert vor allem über Länge, Präsenz am Ring und schnelle Entscheidungen. Er ist noch kein fertiger Anker wie Zubac es über Jahre war, aber er bringt ein anderes Profil: mehr „Pop“ in den Aktionen, mehr vertikale Plays, mehr Chaos-Element, was den Clippers auch in Lineups hilft, in denen sie Tempo erzeugen wollen. Sein Block gegen Minnesota ist ein kleiner, aber passender Beleg: Er verändert Würfe zumindest punktuell schon jetzt.
Die große Chance liegt nun in der Post-All-Star-Phase, weil die Rotation nach Zubacs Abgang zwangsläufig neu sortiert wird.

Der Plan wirkt klar: Brook Lopez soll die meisten Center-Minuten abdecken, dahinter öffnen sich aber Slots für Niederhäuser, und je nach Matchup auch für Isaiah Jackson. Gerade in Spielen, in denen die Clippers mehr Rim-Pressure, mehr Athletik oder schlicht ein zweites defensives „Look“ brauchen, kann Niederhäuser’ Paket wertvoll sein: kurze Stints, hohe Intensität, klare Aufgaben.

Für ihn selbst ist der nächste Schritt ziemlich eindeutig: Fouls reduzieren, Rebounds konsequenter sichern, die Defensiv-Reads stabilisieren… dann wird aus „guten Minuten“ schnell eine echte, verlässliche Rolle. Die Ausgangslage ist jedenfalls so gut wie selten für einen Rookie-Center: Das Team hat Bedarf in der Zone, die Rotation ist offen, und Niederhäuser hat bereits gezeigt, dass er den Moment nicht scheut.

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