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Eine Weitere Außerirdische Performance

Victor Wembanyama brillierte in Chicago mit einer einmal mehr verrückten Statline – sowie mit zwei Dreiern ins Gesicht von Nikola Vucevic in der letzten Minute.

by Lorenzo Ligresti
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Die 21.672 Zuschauer im altehrwürdigen United Center kamen in den Genuss einer besonderen Performance von Victor Wembanyama – auch wenn die meisten der Anwesenden diese im Rahmen der 117:121-Niederlage ihrer Bulls wohl nicht gerne sahen. Die einmal mehr irre Statline des Franzosen erzählt die Geschichte dieses Spiels in Chicago nur bedingt: 38 Punkte, zwölf Rebounds, fünf Assists, fünf Blocks, 11/19 aus dem Feld, 6/9 von jenseits der Dreierlinie, 10/10 von der Freiwurflinie.

Die Bulls, die neben dem weiterhin auf sein Saisondebüt wartenden Coby White auch noch auf Josh Giddey verzichten mussten, hatten nicht genug Antworten auf die schiere Unglaublichkeit des 21-Jährigen.

Die letzte Spielminute verdeutlichte, was alle Beteiligten über Victor Wembanyama bereits wussten: dass wir so etwas wie diesen jungen Mann in der Geschichte des Basketballs noch nicht gesehen haben. Zunächst glich er die Partie zum 114:114 aus, indem er einen Pass von Stephon Castle auf Höhe der Mittellinie fing, mit wenigen Schritten die Distanz bis zur Dreierlinie überbrückte und Bulls-Center Nikola Vucevic einen Dreipunktewurf ins Gesicht knallte.

Als die Bulls nach einer postwendenden Antwort strebten, verhinderte der Franzose mit seiner Aura in der Zone, dass der Korbleger seines Ex-Mitspielers Tre Jones sein Ziel fand. Wemby schnappte sich den Rebound höchstpersönlich und gab seinen Mitspielern wenige Momente später mit deutlichen Handzeichen zu verstehen, ihm Platz für eine Isolation gegen Vucevic zu geben. Wiederum wenige Sekunden später war der Ball erneut durch die Maschen gefolgen – und plötzlich stand es 117:114. Jeweils zwei erfolgreiche Freiwürfe von Castle und Wembanyama später hatten die Spurs den Sieg unter Dach und Fach gebracht.

Zur Erinnerung: Dieser Mann ist 21 Jahre jung, mit 2,21 Metern Körpergröße gelistet und hat angeblich im vergangenen Sommer einen weiteren Wachstumsschub hinter sich. Die Spurs stehen nach diesem Sieg in Chicago mit einer Bilanz von 8-2 auf dem zweiten Platz der Western Conference und haben nun fünf Heimspiele in Serie vor sich: zwei gegen die Warriors und jeweils eins gegen Sacramento, Memphis und Atlanta. Nicht nur für diese kommenden Gegner gilt: Die NBA muss sich warm anziehen, wenn es gegen Victor Wembanyama geht.

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