„Ich bin zufrieden, aber nicht glücklich“, beschrieb Darko Rajakovic seine Gemütslage nach der 107:110-Niederlage gegen die San Antonio Spurs.
„In einem Back-to-Back gegen so ein gutes Team… Wir haben ihnen einen echten Kampf geliefert. Darauf bin ich sehr stolz“, so der Headcoach der Toronto Raptors weiter.
Gerade gegen Victor Wembanyama, den man bei zwölf Punkten und drei von zwölf Versuchen aus dem Feld hielt, hätten seine Schützlinge die bestmöglichen Lösungen gefunden.
“Leider haben sie in der Schlussphase ein paar schwierige Würfe getroffen und wir haben Würfe liegen lassen, die wir normalerweise treffen.”
So stand am Ende eine knappe und ein Stück weit auch unglückliche Niederlage zu Buche – wie schon am Vorabend gegen die Oklahoma City Thunder.
Dass man sich in beiden Duellen mit den Schwergewichten des Westens geschlagen geben musste, wird Rajakovic und die anderen Verantwortlichen in Toronto sicherlich ärgern. Doch der Trend ist und bleibt weiterhin ein überwiegend positiver. Mit 34 Siegen aus 59 Spielen sind die Raptors aktuell Fünfter in der Eastern Conference und haben zu diesem Zeitpunkt bereits mehr Partien gewonnen als in der kompletten Vorsaison. Sie stellen die sechstbeste Defense der NBA (laut Cleaning the Glass) und gleichzeitig eine respektable, nur leicht unterdurchschnittliche Offensive. Scottie Barnes und Brandon Ingram waren kürzlich erst Teilnehmer der All-Star-Feierlichkeiten in Los Angeles.
Die Kombination all dieser Faktoren macht Toronto zu einem Team, das jedem Kontrahenten im Osten über sieben Spiele gefährlich werden kann. Die Pistons, Knicks, Celtics und Cavaliers wären in einem Playoff-Matchup wohl allesamt favorisiert, doch in diesen Lagern muss man sich bewusst sein: Ein Duell mit den Raptors wäre alles andere als ein lockerer Ritt in die zweite Runde. Das weiß auch Center Jakob Poeltl. „Jeder von uns hat sich individuell weiterentwickelt und wir haben auch als Team mehr zusammengefunden. Man hat in dieser Saison sofort gemerkt, dass wir im Sommer hart gearbeitet haben“, so der Österreicher im exklusiven Interview.
Es bleibt also abzuwarten, wo die Reise in Toronto in dieser Saison noch hingehen kann. Die Bilanz gegen die Konkurrenz an der Spitze des Ostens ist noch ausbaufähig (3-0 gegen Cleveland, aber 0-7 gegen die Pistons, Knicks und Celtics). Jeweils zwei Duelle mit den Knicks und Pistons stehen aber noch aus – diese werden ein weiterer Gradmesser für das Level dieses Raptors-Teams sein.
